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Übung des Monats 11/2019

An dieser Stelle präsentieren wir Euch die Reihe "Übung des Monats".

 

Dabei wird Euch ein Referent monatlich eine seiner favorisierten Übungen für die tägliche Trainingsarbeit vorstellen. Die Übung kann auch als PDF-Dokument (siehe unten) ausgedruckt werden. Im Archiv findet Ihr die bisher vorgestellten Übungen.

 

Die Übung 11/2019 stellt Euch Wolfgang Grave vor.

 

 

Hallo liebe Fussballtrainer/innen und Freunde vom Förderkonzept…

 

Ich möchte euch in diesem Monat eine Spielform vorstelle, die mehrere Elemente miteinander verknüpft, außergewöhnlich viele Variationen bietet und mit der wir auch eine ganze Übungsstunde gestalten können: das Vier-Farben-Spiel. Einige der Variationen habe ich in der Übungsbeschreibung aufgezählt. Weitere Folgen in diesem kleinen Text.

 

Wir Fußballerinnen und Fußballer müssen auf dem Spielfeld ständig Entscheidungen treffen und diese vorher abwägen. Das geschieht in Sekundenbruchteilen und betrifft alle Elemente des Spiels. Deshalb müssen auch im Training immer wieder die Sinne geschärft werden. Dazu eignet sich diese Übung hervorragend. In den Links findet ihr ein Video, in dem die Spieler von Manchester United eine leichte Abwandlung dieser Übung absolvieren. Schaut es euch an.

 

Aber versprochen: Diese Übung klappt in ihrer Urform auch mit F-Jugendlichen. Gibt ihnen einfach Zeit, sich mit der Übung vertraut zu machen. Und fordert sie immer wieder dazu auf, miteinander zu sprechen.

 

Für ältere Jugendliche/Erwachsene eignet sich diese Spielform wunderbar für den zweiten Teil des Aufwärmprogramms. Ihr werdet sehen: Die Spielerinnen und Spieler sind ehrgeizig genug, selbst für einen hohen Spielfluss zu sorgen. Außerdem haben sie Spaß.

 

Kleiner Exkurs: Den Jüngeren kann mit dieser Übung in der Halle sogar noch nach und nach eine zweite Sportart beibringen: Basketball. Das Dribbling im Basketball schult das Rhythmusgefühl. Und die Grundlagen der Eins-gegen-eins-Verteidigung im Fußball und Basketball haben sehr viele Gemeinsamkeiten: Die Spielerinnen und Spieler müssen auf den Fußballen stehen, leicht in die Knie gehen und den Hintern absenken. Verteidigt wird in beiden Sportarten mit den Beinen. Soviel dazu.

 

Zurück zum Vier-Farben-Spiel. Die Aufteilung der Übungsgruppe in vier Teams ist die Grundlage. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Deshalb gebe ich noch zwei Video-Beispiele, die ich bemerkenswert finde.

 

Im zweiten Video seht ihr das Chaos-Spiel der TSG Hoffenheim. Die Partie beginnt zunächst als 2+2 gegen 2+2 mit einem Ball als Rollball – auf sechs Tore. Bald kommt ein zweiter Ball hinzu, und die Übung wird um eine Sportart erweitert. Faszinierend finde ich dazu auch die Kommentare es Trainers. Hört unbedingt hin. Gelassenheit ist Trumpf. Beeindruckend.

 

Im dritten Video findet ihr eine Abwandlung für ältere oder leistungsstärkere Teams. Diese Variation geht aber in eine ganz andere Richtung.Die Grundform ist ein simples 6:2 (2+2+2 gegen 2; Rondo, Schweinchen in der Mitte, Eckchenspiel). Das Team das den Ball verliert, muss in die Mitte. Anschließend entwickelt der Trainer die Übung mit einigen Regeln weiter.
Erste Stufe: Du darfst nicht deine eigene Farbe anspielen. Und du darfst nicht den Spieler anspielen, der dir den Ball zugepasst hat.
Zweite Stufe: Du darfst nicht deine eigene Farbe anspielen und nicht die Farbe anspielen, die dir den Ball zugespielt hat.
Dritte Stufe: Wie die ersten beiden Stufen – aber mit Kontaktbegrenzung.

 

Kurzum: vier Farben – unendlich viele Möglichkeiten.

 

Wolfgang

 

Uebung des Monats 11_2019.pdf
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